burn motherf… ähh kaminofen burn…

…we need some firewood, let the fireplace burn.

es ist vollbracht. unser kaminofen ist angeschlossen, vom schorni erstbefeuert und abgenommen. es wird warm im wz, ganz ohne heizung!

aber der reihe nach:

hier hatte ich ja schon mal was zum thema „unser neuer kaminofen“ geschrieben.

und so ging es weiter: den ofen mit dem rauchrohr (umgangssprachlich auch gerne mal ofenrohr genannt) bestückt.

dann den ofen an seinen zukünftigen stammplatz gerückt und das loch für den kaminanschluss angezeichnet.
ich habe zwecks besseren handlings des ofens einfach eine  billig-ikeafussmatte verkehrt herum unter dem ofen positioniert.
somit ließ sich das nicht ganz so leichte ding hin und her rücken, ohne schäden am laminatboden zu verursachen.

ofen wieder weggerückt, löcher rund um das angezeichnete „rund“ gebohrt und dann mit hammer und meissel den rest erledigt. war nicht so schwierig, da unser kamin aus backsteinen gemauert ist.

     

natürlich muss man schauen, daß das loch mittig im kamin sitzt.
ich hatte da einen kleinen vorteil, da auf der gegenüberliegenden seite schon ein loch in dem kamin vorhanden war, welches nur mit so´nem blechdeckel verschlossen war.
also blechdeckel entfernt, auf der anschlussseite ein paar „probebohrungen“ gemacht und durch das vorhandene loch geschaut, ob ich richtig liege.

dann habe ich das rohrfutter mit feuerfestem mörtel in das loch „einzementiert“.
da kam mir die öffnung auf der anderen seite natürlich auch wieder zu hilfe.
ist halt praktisch beim verschmieren des mörtels auch von der anderen seite duchgreifen zu können. 
das rohrfutter sollte übrigens bündig mit der innenwand des kamins abschliessen. 

   

nachdem der rohrfuttereinbau erledigt war, habe ich das „alte bullauge“ auf der anderen seite des kamins zugemauert.
es sollten alle nur mit einem blechdeckel verschlossenen kaminöffnungen zugemauert werden, sagt der schwarze mann!

einen tag später habe ich dann die bodenplatte (stahlblech rechteckig in wagen ähh ofenfarbe) positioniert und den ofen drauf geschoben, immer noch mit der fussmatte drunter.
als ich mit dem ofenrohr kurz vor der kaminöffnung war, habe ich die rutschunterlage entfernt und vorsichtig  den ofen inklusive bodenplatte weiter vorwärts bewegt, bis das ofenrohr im rohrfutter versenkt war.
wenn man die revisionsklappe am ofenrohr öffnet und durchlinst, kann man sich noch mal überzeugen, ob das alles so okay ist, was man da so zurecht geschoben hat.

 

und jetzt folgt ein hinweis unter der rubrik „kleine und grosse bastler-bitte nicht zu hause nachmachen“:

ich hirni wollt´s wieder ganz genau machen und hab vorher schon mal ausgemessen, wie weit das rauchrohr in der wand verschwindet, um zu wissen, wie weit ich den ofen an die wand schieben muss.
habe dann mein messergebnis wunderbar mit kreppband auf dem ofenrohr markiert.
nachdem der ofen dann so stand, wie er sollte, habe ich das kreppband sofort wieder entfernt.
und mit dem scheiss klebeband auch gleichzeitig die lackierung des ofenrohres an dieser stelle. prima sache. sieht doof aus ohne ende, bleibt aber erst mal so. werde mir wahrscheinlich so eine ofenlack-spraydose besorgen und überlackieren.
neues rohr: kein bock und kein geld!

noch schnell den schornsteinfeger für einen hausbesuch bestellt.
der kam auch flott und hat den ofen dann erstbefeuert und abgenommen. er hat vorher mal kurz in die revisionsklappe geschaut, die abstände zu brennbaren teilen gecheckt, während sein mitarbeiter noch mal schnell durchgefegt hat, nee nicht unser wz, sondern den kamin.

dann hiess es feuer frei und der schorni hat zu seinem mitarbeiter gesagt: „guck e ma, der zieht abber gud! war also alles okay, trotz der geringeren schornsteinlänge, über die ich ja schon geschrieben hatte.

schwupp, da waren die beiden aus der schwarzen zunft auch schon wieder weg, mit meinem ofen-anleitungsheftchen.
dachte die haben das aus versehen mitgenommen und bin denen noch hinterher gerannt.
hab die dann auch noch eingeholt, den feger angeraunzt, dass er meine beschreibung eingepackt hat.
der fing laut an zu lachen und sagte, dass er die daten im heft für die abnahmebescheinigung benötigt und er es mir mit der rechnung wieder zuschickt.
toll, voll zum horst gemacht. schorni gelacht, mitarbeiter gelacht, meine frau gelacht und ich war der depp!!

zwei tage später kam die beschreibung in begleitung der rechnung per post zu mir nach hause. der spass (abnahme) hat 125 euronen gekostet.

jetzt muss nur noch mal die wand hinterm kaminofen gestrichen werden, dann ist alles wieder gut.

soweit meine kaminofeneinbauerlebnisse.

hoffe geholfen zu haben, falls ihr auch mal ein feuerchen in eurer bude machen wollt. mehr tipps—>>>hier lang

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