Allergien durch die falsche Wahl der Möbel?

Nach dem Kauf neuer Möbel berichten Allergiker immer wieder über Kopfschmerzen, Augenbrennen oder andere allergisch ausgelöste Beschwerden. Offensichtlich werden diese Symptome durch die neuen Möbel ausgelöst. Was ist der Grund dafür und was kann dagegen getan werden?

Wenn neue Möbel wie beispielsweise Sessel, Schränke oder Betten unangenehme Gerüche von sich abgeben, könnte dies an umwelt- und Gesundheitsgefährdenden Stoffen liegen. Dies kann gerade bei Allergikern zu Kopfschmerzen, Augenbrennen, Juckreiz oder anderen allergischen Symptomen führen. Aber woran liegt es, dass durch die Möbel Allergien ausgelöst werden? Der häufigste Grund liegt im Formaldehyd, der in Spanplatten oder Kunstharzen enthalten ist. Aber auch in Teppichböden kann er enthalten sein.

Spanholzplatten besonders gesundheitsgefährdend?

Formaldehyd ist die landläufige Bezeichnung für die chemisch giftige Verbindung Methanal. Es ist ein süßlich-stechend riechendes Gas. Da es als gesundheitsgefährdend eingestuft ist, sind die meisten Möbelhersteller bemüht möglichst wenig dieser chemisch giftigen Verbindung einzusetzen, die als Konservierungsmittel für Lacke und Farben dient. Aber gerade der Einsatz von Spanholzplatten, deren Einsatz sich bei modernen Möbeln etabliert hat, ist oft die Ursache der gesundheitlichen Probleme. Allergiker und Asthmatiker sind hier besonders anfällig. Bei ihnen werden allergiebedingte Symptome ausgelöst. Denn die Holzspanplatten bestehen zu 50 Prozent aus Kleber und 25 Prozent davon enthalten die giftigen Formaldehyd.

Reduzierung der Gesundheitsgefahr

Gerade bei neuen Möbeln, die Gerüche von sich abgeben, sollten Sie regelmäßig lüften, um dafür zu sorgen, dass Formaldehyd-Konzentration in der Luft möglichst niedrig ist. Sorgen Sie gerade im Schlafzimmer für eine regelmäßige Lüftung, damit Ihrem erholsamen und „heilsamen“ Schlaf nichts entgegensteht. Weiterhin können Raumbepflanzungen dabei behilflich sein, die Formaldehyd-Konzentration in der Luft zu reduzieren. Obwohl die Birkenfeige sich dazu sehr gut eignet, sollten Sie berücksichtigen, dass diese selbst Allergien auslösen kann. Weitere Pflanzen, die sich gut eignen, sind beispielsweise Schwertfarn, Gummibaum, Grünlilie, Efeu oder Bergpalme. Jedoch fehlt es noch an Langzeitstudien, die die Abbaufähigkeit der Pflanzen belegen.

Augen auf beim Möbelkauf

Achten Sie beim Möbelkauf darauf, dass in den Möbeln kein bzw. kaum Formaldehyd vorkommt, wie dies beispielsweise bei unbehandelten Massivholzmöbeln der Fall ist. Aber auch hier sollten Allergiker berücksichtigen, dass auch Lasuren Terpene enthalten können, die Allergien auslösen können. Daher sind Sie nur bei Metallmöbeln auf der sicheren Seite. Aber auch das „Goldene M“ kann beim Möbelkauf eine Entscheidungshilfe sein. Es handelt sich hier um das Prüfsiegel der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM). Denn das Siegel erhalten nur Möbel, die u.a. die Richtwerte in punkto gesundheitsschädliche Stoffe, flüchtige Verbindungen oder Biozide nicht überschreiten. Weiterhin steht das Siegel für Stabilität und Haltbarkeit der Möbel.

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1 Kommentare

  1. In unsere Wohnung kommen wo es geht nur noch massive geölte Holzmöbel – fässt sich unglaublich gut an und riecht entschieden besser als das Pressspan-Gerümpel. Von den Schadstoffen mal ganz abgesehen. Ich hab Glück und kann mir meine Möbel selber bauen, aber auch so lohnen sich die paar Mark mehr für vernünftige Möbel am Ende dreimal – spätestens beim nächsten Umzug 😉

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