Höhere Sicherheitsvorkehrungen bei elektronischen Installationen

Wer gerade einen Hausbau oder einen Umzug in eine neue Wohnung hinter sich hat, der weiß, wie so etwas ins Geld gehen kann. Da ist jede Fahrt in den Baumarkt und jede neue Anschaffung ein schmerzliches Loch im Geldbeutel und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade Installationen und Renovierungen, die innerhalb der Wohnung oder des Hauses anfallen, am liebsten von den Menschen selbst übernommen werden. Extra für den Anschluss von Elektrogeräten noch einen Experten kommen zu lassen, wäre zwar von Vorteil, doch meist auch mit hohen Kosten verbunden, die die meisten entweder nicht mehr zahlen wollen oder dies vielleicht auch gar nicht können, weil Umbau oder Umzug schon zu viel Geld verschlungen haben.

Gerade im Bad oder in der Küche kann jedoch die Statistik nicht darüber hinwegtäuschen, dass professionelle Hilfe dringend nötig ist. Unfälle, die aufgrund von nicht überlegten und unprofessionell selbst in die Hand genommenen Arbeiten passieren, sind keine Seltenheit und im schlimmsten Fall können sie für den Betroffenen sogar tödlich enden. Allein aus diesem Grund sollte einem das Geld, das man für diese Arbeiten ausgibt, es noch wert sein und nicht an der falschen Stelle sparen, denn sonst hat man möglicherweise selbst nichts mehr von seiner schönen neuen Wohnung, wenn man nämlich nach einem Unfall mit elektrischem Strom nur noch auf den Friedhof übersiedelt.

Zum Glück wird in vielen Fällen das Schlimmste noch durch entsprechende Schutzschalter verhindert. Diese sind beispielsweise im Bereich des Badezimmers seit einigen Jahren Pflicht, da sich gerade in diesen Räumen durch die Wasserleitungen und feuchte Stellen wie die Dusche oder das Waschbecken noch mehr Gefahrenquellen befinden als in anderen Zimmern. Fehlerstromschutzschalter, die kurz FI-Schalter genannt werden, können hohe Fehlerströme gegen Erde verhindern und haben so schon beachtlich die Zahl der lebensgefährlichen Stromunfälle reduzieren können. Beim Gebrauch elektrischer Anlagen wird die Sicherheit von Personen, Nutztieren und Sachwerten durch die FI-Schalter geschützt, so sagt es zumindest die trockene Definition. Mehr dazu unter anderem hier: http://www.brieselang.net/fehlerstromschutzschalter.php.

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Der Fehlerstromschutzschalter verhindert zum Beispiel, dass ein Fehlerstrom durch den Körper einer Person fließen kann. Zudem kann er aber auch den Fehlerstrom so begrenzen, dass er auf einen ungefährlichen Wert absinkt und dem Körper eines Menschen keinen gefährlichen Schaden zufügen kann. Ein solcher Schutzschalter begrenzt außerdem die Zeitdauer, in der der Fehlerstrom durch den Körper fließt, so dass keine größeren Schäden entstehen. Ein solcher FI-Schalter darf jedoch nicht mit einer Sicherung verglichen werden. Die Sicherung schützt nämlich im Ernstfall nicht den menschlichen Körper sondern nur die Leitung, die durch Fehlerstrom beschädigt werden könnte. Gerade weil ein Schutzschalter nicht immer Leben retten kann, werden Bereiche innerhalb des Badezimmers oder der Küche aber schon zu so genannten Schutzbereichen gemacht. In diesen Bereichen dürfen elektrische Leitungen und Schaltgeräte nur räumlich eingeschränkt montiert werden, manchmal sogar überhaupt nicht. Wer mehr über Elektrotechnik auf diesem Gebiet erfahren möchte, kann sich hier darüber informieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrotechnik. Ob Schutzschalter oder nicht, wem sein eigenes Leben lieb ist, der sollte die zusätzlichen Kosten wirklich nicht einsparen und bei Elektroinstallationen in speziellen Bereichen einen Fachmann ans Werk lassen.

Bild: Dmitry G (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

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