Höchstleistungen am Rost – Grillen wie die Profis

Grillen

Das Grillen gehört zum Sommer wie Eis und Sonnenbrand. In fast jedem Haushalt steht auf dem Balkon oder der Terrasse ein Grill. Wer weder über Balkon noch Terrasse verfügt, hat zumindest ab und an einen Einweggrill für das Picknick im Park herumzustehen. Manch einer geht sogar soweit zu behaupten, Grillen sei die liebste Sommerbeschäftigung der Deutschen. In diesem Sommer konkurriert der Grillrost zwar mit den Fußballspielen der WM, nichtsdestotrotz gehören glühende Kohlen und brutzelnde Steaks zum Sommer 2014.

Voraussetzung für einen jeden erfolgreichen, sprich leckeren Grillabend sind die richtigen Zutaten und ein anständiger Grill. Das wird einem jeder Profi bestätigen. So günstig die Einmalgrills in ihren glänzenden Aluminiumschalen auch sein mögen, so impraktikabel sind sie doch für einen langen Grillabend. Zum einen ist der Abstand zwischen Grillgut und Kohle zu gering, wodurch die Würstchen und Steaks schnell verbrennen. Zum anderen lässt sich keine Holzkohle nachlegen, geschweige denn durch Umschichten der Kohle verschiedene Garzonen auf der Grillfläche einrichten. Statt auf die vergitterten Aluschalen sollte man besser auf transportable Grilleimer oder Faltgrills setzen. Hellweg bietet beispielsweise kleine Kugelgrills für die Stadt an, die nicht nur praktisch sind, sondern auch noch witzige aussehen.

Smoker und indirekte Hitze

Echte Profis aber setzen nicht auf so kleine „Knutschkugeln“, sondern auf feste Standgrills mit Deckel. Das besondere am so genannten Smoker: die Garung erfolgt schonender, denn es wird bei niedrigeren Temperaturen gegrillt. Dadurch wird das Fleisch deutlich zarter, es dauert aber auch etwas länger, bis es fertig ist. Ein Fehler, den viele Grillfreunde auf konventionellen Grills ohne Haube machen ist der, Würste und Fleisch zu lange auf dem Grill zu lassen, meist bis sie es rein äußerlich mit der Holzkohle in der Grillwanne aufnehmen können. Das Grillgut wird dadurch schlicht und einfach trocken. Alufolie auf dem Rost kann dagegen helfen. Nach dem Angrillen kann das Fleisch auf die Seite geschoben werden, denn oftmals reicht die indirekte Hitze aus, um es endgültig zu garen.

Aber Grill ist nicht gleich Grill. Obwohl die meisten selbsternannten Grillmeister auf Holzkohle als das einzig wahre Brennmittel schwören, gibt es auch Gas- und Elektrogrills. Geschmacklich ist zwischen ihnen kaum ein Unterschied festzustellen. Wer hauptsächlich auf dem Balkon grillt, ist mit einem Elektrogrill oftmals besser beraten, denn in vielen Häusern ist es verboten, mit offenem Feuer auf dem Balkon oder der Dachterrasse zu grillen. Der kultigste elektrische Tischgrill trägt übrigens einen bekannten Namen. Der George Foreman Grill hat seinem Namensgeber inzwischen angeblich mehr Geld eingebracht als dessen aktive Boxkarriere. Über 90 Millionen Grills will Foreman inzwischen verkauft haben. Das besondere: er verfügt über eine Auffangschale, in die das austretende Fett ablaufen kann. Das mag vielleicht gesünder sein, allerdings ist Fett der wichtigste Geschmacksträger beim Essen. Ob man darauf wirklich verzichten mag?

Für welche Grillart man sich entscheidet, hängt einzig von den eigenen Vorlieben ab. Eines gilt jedoch für alle Typen: Immer ein Auge auf Steak und Würstchen haben. Schon ein paar Minuten zu lange auf dem Grill bei zu hoher Temperatur können für „Schuhsohlen“ auf dem Teller sorgen. Stattdessen besser mit Geduld und indirekter Hitze arbeiten. Dann wird so ziemlich jedes Fleisch saftig und zart.

Bild: H. Michael Karshis via flickr.com © CC BY 2.0

 

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