Vom Vintage verweht – Teppiche überfärben

Wer das gleichnamige Album von Dendemann kennt, wird sich jetzt zwar wundern, aber der Titel passt so gut zu der tollen DIY-Teppichkreation, die wir euch heute vorstellen möchten – also alles gar nicht so schlimm.

Braucht Ihr vielleicht mal wieder einen Tapetenwechsel oder habt Ihr einfach Lust, mal wieder ein paar auffällige Design-Akzente in Euren Wohn- oder Schlafzimmern zu setzen? Dann zeigen wir Euch jetzt eine geniale Idee, die wir uns bei einem Schweizer Teppichdesigner und -hersteller abgeguckt haben: Einen „alten“ Teppich überfärben und ihn so zu einem Vintage-Objekt zu machen, den ihr fast überall hinlegen könnt.

Die Zutatenliste ist kurz; was man braucht, ist ein Teppich und Textilfarbe. Wie wäre es zum Beispiel mit dem kleinen Läufer, der schon ewig im Flur rumliegt und mal ein wenig aufgepeppt werden müsste? Wenn Ihr Bock auf einen Vintageteppich habt, aber keinen besitzt, dann ab mit euch auf den Flohmarkt oder zu ebay, um da ein altes Stück zu schießen. Aber eines müsst Ihr beachten… umso größer der Teppich ist, desto schwieriger wird die ganze Aktion! Kleine Läufer passen noch bequem in die Waschmaschine, größere Exemplare sind dann eher was für die Badewanne.

Mit der Textilfarbe ist es so eine Sache. Hier ist eure Experimentierfreudigkeit gefragt. Eine normale Packung beziehungsweise ein normaler Beutel Textilfarbe aus dem Einkaufszentrum reicht nur für 300 bis 600 Gramm Stoff. Also vorher unbedingt den Teppich abwiegen, damit das Verhältnis irgendwie doch passt und überhaupt eine Spur Farbe sichtbar ist!

ABER ACHTUNG! Eigentlich möchten wir gar nicht deckend färben! Die oben angesprochenen Vintage-Designerteppiche bekommen ihr einzigartiges Aussehen dadurch, dass der Teppich die Farbe nicht gleichmäßig annimmt, und deshalb einen gewissen „Used-Look“ bekommt.

Und wie machen wir das am besten? Ganz einfach: wir halten uns NICHT an die Vorschriften!

Hierzu findet sich auf der Website von simplicol (Hersteller von Textilfarbe) unter „Probleme und Lösungen“ folgendes:

  • Es befand sich zu viel Stoff in der Waschmaschine.
  • Der Stoff enthält störende Substanzen wie Weichspüler, Appreturen, Imprägnierungen.
  • Die Farbe wurde zu früh in die Maschine gegeben.
  • Bei Schüsselfärbungen kann es daran liegen, dass wenig gerührt wurde.
  • Auch zu wenig Wasser kann zur Fleckenbildung führen.

Wir bekommen also unsere gewünschten Ergebnisse, wenn wir viel Teppich (vielleicht vorher mit Weichspüler gewaschen) mit wenig Wasser und weniger Textilfarbe einfärben. Dabei rührt man, wenn man in der Badewanne färbt, wenig um. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder nicht?

 

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Bildquelle: Teppichkollektion Refreshed von Mischioff

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Bildquelle: Teppichkollektion Nemoh von Mischioff

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