Caravan Salon Düsseldorf, ein kleiner Messebericht

So, jetzt endlich mal eine kleine Nachlese von unserem Messebesuch. Wir waren ja neulich auf dem Caravan Salon in Düsseldorf und haben uns dort die Füße platt gelaufen und in das ein oder andere Wohnmobil reingeschaut. Soweit das möglich war. Am ersten Wochenende war sehr viel los. Man musste teilweise regelrecht anstehen, um einen Blick ins Innere der Fahrzeuge werfen zu können.

Manche Menschen schauen ja auch nicht nur mal eben in die Fahrzeuge rein, sondern man hat das Gefühl, dass sie sich da gleich gerne häuslich niederlassen wollen. Mit Hunden und allem drum und dran.

Ja okay, wenn man die feste Absicht hat, sich ein bestimmtes Wohnmobil zuzulegen, muss schon alles ausgiebig gestestet werden. Aber bei der älteren Dame mit ihren beiden Pudeln, die einen Ducato Kastenwagen eine gefühlte Stunde inspiziert hat, hatten wir nicht das Gefühl, dass das „ihr“ Womo werden könnte.

Egal, wir haben das gesehen, was wir sehen wollten, gerade die eben angesprochenen Kastenwagen sind immer mehr im Kommen und bieten auf kleiner Fläche enorm viel Platz. Also für zwei „normal“ gebaute ist so ein Teil super und durchaus bezahlbar.

So ein Fahrzeug ist auch echt alltagstauglich und man muß nicht rangieren bis der Arzt kommt, um einen Stellplatz zu finden.

Sven ist bei diesen Wohnmobil-Kastenwagen schon ein wenig „angefixt“ worden. Naja, mal schauen, was die Zukunft bringt. So eine USA/Kanada Langzeitreise im Womo steht jedenfalls auf unserer Bucket List.

So minimum 3 Monate bis zu einem halben Jahr im eigenen Wohnmobil könnten wir uns schon vorstellen.

Bisher sind wir auf unseren USA Reisen ja immer mit dem Auto unterwegs gewesen und es gibt einige schöne Stellen und Orte, wo wir durchaus nochmal hin möchten.

…und dann direkt vor Ort im Camper übernachten, wäre schon cool. So ein kompakter Kastenwagen lässt sich auch relativ günstig verschiffen und kann sich schon ab einer Reise von mehr als 4 Wochen gegenüber einem USA Mietfahrzeug lohnen.

Sagt zumindest Sea-Bridge, eine Firma, die solche Verschiffungen und auch ganze Womo-Reisen organisiert. Wir haben uns auf der Messe eine Multivisionsshow von denen über eine Panamericana Tour, die ein halbes Jahr dauert, angeschaut.

War sehr spannend.

Aber genauso spannend war unsere erste Nacht in einem Camper. Wir waren von Knaus eingeladen, eine Nacht in einem Wohnmobil zu verbringen und das Ding mal auf Herz und Nieren zu testen.

Wir wurden also zu dem riesigen Parkplatz, auf dem unzählige Wohnmobile von klein bis riesig (rollende Häuser mit Slide-Outs) standen, geshuttelt und haben es uns im Wohnmobil gemütlich gemacht.

Zufällig waren Freunde von uns mit ihrem riesigen Gefährt auch am gleichen Wochenende dort und wir haben dann abends den Messetag mit ein paar kühlen Getränken und Käsehäppchen ausklingen lassen.

Die Nacht im Wohnmobil war super, wir haben echt prima geschlafen. Duschen in einem kleinen Camper ist auch okay, bisschen gewöhnungsbedürftig, aber wenn man ein Raumbad hat, also eine Art Vergrößerung der eigentlichen „Nasszelle“ kein Problem.

Man merkt schnell, dass man beim Wohnen auf relativ engem Raum am besten immer Ordung halten und möglichst wenig unnützes Zeug an Bord haben sollte. Das erleichert das Zusammenleben ungemein.

Das ist bei einem kleinen Mobilhome oder einem Tiny House mit Sicherheit genauso. Stichwort: Downsizing. Weniger ist mehr. Apropos klein und gemütlich. Fass-Saunen und Schlaf-Fässer waren auf der Messe auch vertreten.

Ach ja, uns ist grundsätzlich aufgefallen, dass deutlich mehr Aussteller mit mobilen Häusern zu sehen waren, als bei unserem letzen Besuch 2013. In Zukunft wird dort bestimmt auch der ein oder andere Tiny House Erbauer/Aussteller zu finden sein.

Noch ´ne Prognose: Auf dem nächsten Caravan Salon werden wir hoffentlich einen Fahrrad-Wohnwagen zu sehen bekommen.

…und Mr. Reimann mit seinem riesigen ausgebauten Bus nebst Family war auch auf der Aussenfläche am Start.

Toll waren auch die schönen antiken Bullis, Camper und Wohnwagen, die wir gesehen, geknippst und „mitgebracht“ haben.

Noch toller war der englische Opa, der schräg gegenüber unseres Campers mit einem sehr großen Wohnmobil+Hänger+Smart stand. Er hat uns erzählt, dass er und seine Frau seit 12 Jahren im Womo unterwegs sind und dass das seitdem ihr zuhause ist. Nach der Messe wollten die beiden in wärmere Gefilde ziehen und vor dem Herbst und Winter fliehen.

Insgesamt war es ein interessantes Wochenende mit jeder Menge Eindrücken rund um das mobile Wohnen.

Ein Besuch der Messe lohnt sich jedenfalls, auch wenn man nicht unbedingt in naher Zukunft ein Wohnmobil oder Wohnwagen kaufen möchte.

3 Kommentare

  1. Pingback: Einen renovierten 67iger Airstream und… | wohn-blogger

  2. Hallo ihr beiden,
    gerade beim Aufräumen eure Visitenkarte entdeckt und spontan mal nach euren Erfahrungen zur Caravan gesucht. Tolle Eindrücke habt ihr da gesammelt. Mein Bericht über die Erfahrung im nicht ganz Wasserfesten Wohnwagen werde ich erst noch verbloggen müssen. Aber nun heisst es – Weihnachten.

    Wünsche euch ebenfalls ein tolles Fest, bis vielleicht demnächst mal.

    Gruss aus Dormagen

    Janett

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