Neue Fenster – Tipps zum Rahmenmaterial    

Ewindow-1076771_1280gal ob Tiny-House, Massiv-Bauweise oder ökologische Holzhütte: Die Fenster spielen in Sachen Wohnklima, Lärmschutz und Energiekosten eine markante Rolle. Die Bedeutung des Materials der Fensterrahmen wird bei der Auswahl der Fenster oft unterschätzt. Wir haben uns mit dem Thema näher beschäftigt und die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Materialien im Überblick

Fensterrahmen werden hauptsächlich aus Aluminium, Holz und Kunststoff gefertigt. Darüber hinaus sind Kombinationen aus zwei Materialien gängig, wie zum Beispiel Holz-Alu-Fenster.

  1. Holz-Alu-Fenster verbinden die Vorteile von zweierlei Baustoffen miteinander, wodurch einige Nachteile aus der Welt geschafft werden. Holzfenster mit Aluminium-Anteil haben beispielsweise den Vorteil, dass sie im Vergleich zu reinen Holzfenstern witterungsbeständiger, sicherer und stabiler sind. Zudem überzeugen derartige Fenster mit sehr guter Wärmedämmung, Langlebigkeit und pflegeleichten Oberflächen. Aufgrund ihrer Eigenschaften sind Holz-Alu-Fenster ideal für den Einsatz in Passivhäusern mit hohen Ansprüchen an die Ökobilanz. Doch wie alles, haben auch diese Fenster Nachteile. Zum einen muss man mit einem relativ hohen Preis rechnen. Zum anderen ist der Lärmschutz im Vergleich zu Holzfenster meist weniger zufriedenstellend.

  1. Die günstigere Alternative wären Holzfenster. Sie begeistern viele Hausbesitzer mit positiven Eigenschaften. Da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, wird die Umwelt geschont. Des Weiteren begünstigen Holzfenster ein angenehmes und gesundes Raumklima. Beim Recherchieren für diesen Beitrag ist uns auf der Internetpräsenz des Holzfenster Herstellers Sorpetaler eine passende Zusammenfassung aufgefallen, welche die Vorzüge von Holz als Fensterbaumaterial kurz und knapp verdeutlicht: „Als schlechter Wärmeleiter eignet es sich wunderbar zur Wärmedämmung und als Material, das überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann, reguliert es auf natürliche Weise die Raumfeuchte.“ Mit diesen Eigenschaften sorgen Holzfenster für maximale Wohngesundheit und ein wohltuendes Klima in Innenräumen. Schimmelbildung wird dank der Regulierung von Luftfeuchtigkeit vorgebeugt. Hinzu kommt die Vielfalt an Designs, wodurch sich Holzfenster an jedes Immobiliendesign anpassen lassen, sowie beste Dämmwerte, eine hohe Stabilität und ein guter Lärmschutz. Nachteile gibt es allerdings auch bei Holzfenstern. Sie sind im Vergleich zu Alu-Fenstern weniger resistent gegenüber äußeren Einflüssen wie Regen oder UV-Strahlung. Der erhöhte Pflegeaufwand sei ebenfalls erwähnt.window-1081352_1280

  1. Kunststofffenster sind in Sachen Sicherheit und Schallschutz im Mittelfeld anzusiedeln. Im Vergleich zu Holz- oder Aluminium-Varianten halten sie Lärm weniger konsequent draußen. Fenster aus Kunststoff sind langlebig, strapazierfähig und witterungsbeständig. Die Dämmwerte sind gut. Zu den Vorteilen zählen Design-Vielfalt und geringe Anschaffungskosten. Wer sich Kunststofffenster zulegt, muss aber mit einem erhöhten Pflegeaufwand rechnen, weil die Oberflächen Staub und Schmutz anziehen. Massive Abstriche müssen bei der Ökobilanz in Kauf genommen werden, denn: Der Aufwand an Energie bei der Herstellung ist hoch und es entstehen leider reichlich Emissionen.window-frame-1149117_1280

  1. Aluminiumfenster zeichnen sich durch robuste Konstruktionen, wartungsarmes Material, ein geringes Gewicht und eine sehr hohe Witterungsbeständigkeit aus. Die Liste der Nachteile ist allerdings fast länger, als die der Vorteile: Während es um die Ökobilanz durch energieaufwändige Schmelzprozesse schlecht steht, entscheiden sich viele Immobilienbesitzer aufgrund der negativen Wärmedämmung gegen Aluminium.

Wesentliche Eigenschaften bei Fenstern

Ob man sich letztendlich für Holzfenster, Alu-Modelle oder ein anderes Material entscheidet, hängt vom persönlichen Geschmack und dem Geldbeutel ab. Unabhängig davon, gibt es ein paar Eigenschaften bei Fenstern und Rahmen, die man beim Vergleichen beachten sollte:

  • Lärmschutz: Damit man im Eigenheim ohne Lärmbelästigung leben kann, sollten Fenster Schall möglichst zuverlässig abfangen.

  • Widerstandsklasse: Um Einbrecher fern zu halten, muss auf eine entsprechende Widerstandsklasse geachtet werden. Die Skala reicht von 1 bis 7. Je höher die Widerstandsklasse desto sicherer das Fenster.

  • Pflegeaufwand: Je nach dem, wie viel Zeit man der Pflege von Fenstern widmen kann, sollte diesem Kriterium erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

  • Design: Nicht jedes Fenstermaterial erlaubt es das Bauelement an die Fassade anzupassen. Farben und Oberflächenstrukturen spielen bei der optischen Abstimmung eine Rolle.

  • Isolierung: Damit Wärme bleibt, wo sie gebraucht wird, nämlich innen, muss die Wärmedämmung hoch sein. Welche Angaben und Bauweisen diesbezüglich zu beachten sind, wurde im virtuellen Energieberater des Energieversorgers RWE erklärt.

  • Kosten: Die Investition in gut isolierende Fenster lohnt sich, dennoch sollten die Kosten dem Budget entsprechen.

Weitere Tipps und Anregungen zum Thema Fenster haben wir hier zusammengestellt.

Abschließend haben wir noch ein Video integriert, das zeigt, wie alte Fenster in Eigenregie durch neue ausgetauscht werden:

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