Vanlife im VANTourer 600 L

Du hast es ja wahrscheinlich schon mitbekommen. In letzter Zeit geht es hier bei den wohn-bloggern auch häufiger um mobiles Wohnen, sprich Wohnmobile.

Es geht aber nicht um die großen „Dinger“. Die sind zwar super komfortabel eingerichtet, haben allen erdenklichen Schnickschnack an Bord, sind aber nicht so wendig und praktisch, wie ein Kastenwagen-Wohnmobil.

Denn genau diese Kastenwagen-Womos haben es uns angetan.

Bevor wir dann aber wirklich so ein Teil anschaffen, wollten wir erst mal checken, ob das wirklich für uns passt. Das raten wir übrigens jedem, der mit dem Kauf eines Wohnmobils, egal welcher Größe, liebäugelt.

Wir haben uns deshalb riesig gefreut, als wir neulich das Angebot bekamen, einen VANtourer für ein paar Tage testen und ausfahren zu dürfen.

Mit dem orangen Peugeot Boxer ging es zuerst ein paar Tage an die Mosel, von da aus sind wir nach Zandvoort an die holländische Nordsee gefahren und haben dort ein paar sonnige Tage am Meer verbracht.

Weitere Bilder von unserer Tour findest du auch auf der Facebook-Seite von VANTourer.

Hier mal ein paar Fakten zum VanTourer 600 L, so wie wir ihn testen durften.
  • nur 5,99 kurz, also absolut alltagstauglich
  • 2 Längsbetten ( 2 Meter und 1,80 Länge)
  • Raumbad
  • cooles Außendesign
Unsere Erfahrungen:

Schlafen: Wir haben in den Längsbetten super geschlafen. Die Matratzen sind nicht zu weich, der Lattenrost echt topp. Sven hatte nach den sieben Nächten im Vantourer 600 L kein einziges mal „Rücken“. Das will schon was heißen!

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Die Längsbetten haben im Gegensatz zu einem Querbett den riesigen Vorteil, daß du nicht über deine bessere Hälfte klettern mußt, wenn du mal eher aus dem Bett möchtest, um beispielsweise Kaffee zu kochen und ihr ans Bett zu bringen 🙂

Gut, die Person, die bei den Längsbetten auf der Fahrerseite liegt, sollte kein Riese sein, da das Bett baubedingt 20 cm kürzer ist, wie das, auf der Beifahrerseite. Trotzdem gehören die VANTourer-Betten mit zu den längsten in der 6 Meter Kastenwagen-Klasse.

Wohnen: Der VANTourer 600 L hat Vordersitze, die sich recht einfach drehen lassen.

Ein klein wenig Übung braucht es dazu. Aber wenn du den Dreh -im wahrsten Sinne des Wortes- raus hast und du die Armlehnen beim Drehen der Sitze nach oben stellst, ist das ganz easy.

Mit den beiden Drehsitzen und der gegenüberliegenden 2er Sitzbank hast du somit genug Platz, um gemütlich auch zu viert am Tisch zu hocken und zu frühstücken…

 

…alternativ kannst du an der Dinette auch prima mit vier Personen eine kleine Weinprobe veranstalten. Wenn du, so wie wir, auf einem zum Weingut gehörenden Standplatz halt machst, ist das durchaus sinnvoll und hat den riesigen Vorteil, daß du dich nach der Weinprobe gerade mal 2 Schritte weiter bewegen mußt und dann in der „Heia“ liegst.

Weißt du jetzt, warum wir so ein Kastenwagen-Womo haben möchten:-)??

Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, daß der Tisch ganz einfach (ohne Womo-Vorkenntnisse) verschiebbar, aushängbar und ausschwenkbar und somit verlängerbar ist.

Kochen: Du hast zum Kochen im VANtourer einen zweiflammigen Gasherd zur Verfügung. Da kannst du jetzt nicht unbedingt das riesengroße Drei-Gänge-Menü mit Braten, Rotkohl und Klößen zaubern, aber schon supergut kochen.

Okay, der Topf- oder Bratpfannendurchmesser sollte nicht überdimensioniert sein, dann passen zwei Töpfe oder Topf und Pfanne bequem gleichzeitig auf den Herd.

Die Spüle ist rechts daneben und hat eine Abdeckung, die umgedreht auch als Schneidebrett dient. Solche Gadgets finden wir super!

Links vom Herd kannst du die Arbeitsfläche durch eine klappbare Verlängerung schnell erweitern.

Das Einzige, was uns gefehlt hat, war ein Halter für Abtrockenhandtücher, aber der lässt sich ja individuell ohne große Kosten auch nachträglich anbringen.

Der Kühlschrank befindet sich unten, d.h. wenn du die Flasche Weißwein rausholen willst, mußt du in die Hocke gehen. Besser würde uns ein Kühlschrank auf Augenhöhe gefallen.

Schubladen und Stauraum für Küchenutensilien sind genug vorhanden. Wir würden die Schubladen bei einem eigenen Womo dann noch unterteilen, um mehr Übersicht und Ordnung zu haben.

Bad: Wir haben von vielen Wohnmobilisten gehört, daß diese nie die Dusche und nur selten ihre Toilette an Bord nutzen.

Das geht problemlos, wenn du immer auf einem Campingplatz mit Dusche und WC stehst. Unser Anspruch ist aber, auch mal eine oder gar mehrere Tage frei zu stehen, sei es jetzt mitten in der Natur oder auf einem Stellplatz ohne die oben genannten Einrichtungen.

Da muß dann zwangsläufig Dusche und WC im eigenen Camper genutzt werden.

Haben wir natürlich auch alles im VANTourer getestet. In unserem Modell war ein Raumbad verbaut. Das bedeutet, du hast zwei halbrunde verschiebbare Plexiglaselemente, die dein Bad in den Gang hinein erweitern.

Vorteil: mehr Platz beim Duschen

Nachteil: Wenn einer im Raumbad steht, kommst du nicht mehr zum Bett und auch der Kühlschrank lässt sich nicht mehr ganz öffnen.

Auch die Duschtasse, die bei Nichtbetrieb der Dusche von einer Platte abgedeckt wird, war nicht so unser Ding. Die Duschtasse, die mit vielen Ablaufrillen versehen ist, zu trocknen, war uns, ehrlich gesagt, zu viel Action. Auch fängt sich der Schmutz leider sehr gut in diesen Rillen.

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Da finden wir mittlerweile ein kompaktes Festbad besser, obwohl das natürlich eine Nummer kleiner ist, als das Raumbad.

Gut, daß du bei allen VANTourer-Grundrissen dein Lieblingsbad wählen kannst. Ob Raum- oder Festbad bleibt dir bei der Bestellung selbst überlassen.

Das Leeren der WC-Kassette war ganz leicht, obwohl wir das zum ersten Mal gemacht haben.

Was uns sonst noch so auffiel:

Wenn du im Fahrzeug bist und die Schiebtür zuziehen möchtest, mußt du schon ordentlich Schwung holen, damit die richtig zugeht. Da fehlt unserer Meinung nach innen ein richtiger Griff.

Stauraum für Klamotten ist reichlich vorhanden. Für Bücher und Zeitschriften gibt es zwei Taschen im Bettbereich. Durch die großen „Dachluken“ ist es ordentlich hell im VANTourer.

Die Heizung, die auch gleichzeitig Warmwasser bereitet, ist superschnell angesprungen und hat es morgens ruckzuck angenehm warm gemacht. Auch die Bedienung ist für den „Camper-Laien“ einfach zu verstehen.

Lichter sind genügend vorhanden, Steckdosen für 230 Volt und 12 Volt reichen auch aus. Einen Verbraucher in die Dosen unterhalb der Zweiersitzbank zu stecken, ist ein bisschen fummelig. Besser wäre, wenn die Steckdosen weiter oben sitzen würden.

Ach ja, über das Fahrzeug ansich wollen wir natürlich auch noch ein Wort verlieren. Man sitzt schön hoch und bequem im Peugeot Boxer. Die Armlehnen links und rechts am Sitz unterstützen ein entspanntes Cruisen mit dem VANTourer.

Der Motor hat genug Reserven, um auch mal eben schnell auf der Mosel-Landstraße einen Weinbauer-Traktor problemlos zu überholen.

Überhaupt war das Fahren sehr angenehm und mit von uns ausgerechneten 9 Litern Diesel auf 100 Kilometer absolut im grünen Bereich.

Selbst bei nicht so guten Strassenverhältnissen hat nix geklappert oder gerappelt. Es war erstaunlich ruhig im Fahrzeug, obwohl wir unsere Töpfe und das Geschirr einfach so ohne großartigen Schutz in den Schränken verstaut hatten. So muß das sein.

Einzig die vielleicht etwas schwachen Motoren der elektrischen Fahrer-und Beifahrertür-Fenster könnten wir bemängeln. Beim Schließen der Fenster hört es sich doch etwas gequält an, wenn die Scheibe langsam nach oben fährt.

Aber wie gesagt, ansonsten alles gut.

Fazit: Den VANTourer zu testen hat verdammt viel Spaß gemacht und war sehr aufschlußreich.

Gerade mit diesem doch recht auffällig lackierten Modell und den schwarzen Design-Abklebungen waren wir neben den ganzen weißen Wohnmobilen auf jedem Stell-und Campingplatz der absolute Hingucker.

 

Ohne Übertreibung ist das Design der VANTourer-Fahrzeuge echt super gelungen und gehört für uns zu den Favoriten. Wir hatten ja neulich auf dem Caravan Salon einen guten Vergleich sämtlicher Kastenwagen.

Auch was die Anschaffungskosten betrifft, kann VANTourer mit seinen Modellen locker punkten.

Wenn du genaue Preise, Modellbeschreibungen und mehr Bilder sehen möchtest, schaust du einfach mal auf der VANTourer Homepage vorbei.

Für uns heißt es nach dem Test: Noch intensiver mit dem Thema „Kastenwagen-Womo“ beschäftigen und in die Materie einsteigen, damit wir dann sehr wahrscheinlich bald in unserem eigenen VAN, das richtige VANLIFE erleben können.

Vielen Dank für die tollen Tage mit eurem Auto, liebes VANTourer Team!!

2 Kommentare

  1. Jochen Schumacher

    Hi ihr zwei ,
    Könnt ihr euch noch an uns erinnern ,Airbnb in Kölle “ Fröhliches Zimmer für fröhliche Menschen ???
    Wir haben uns nach Portugal verzogen ins Alentejo ,alles für uns zum Besten .
    Euer Beiträge ,sehr gut und interessant ,weiter so
    Liebe Grüße
    Edith und Jochen

    • Hey Edith und Jochen,

      na klar erinnern wir uns. War sehr schön bei euch und eure Wohnung war so cool eingerichtet.

      Toll, dass ihr unsere Beiträge mögt und noch toller, dass ihr euch in wärmere Gefilde „verzogen“ habt.

      Ihr macht es richtig. Wir bewundern euch und sind auch ein wenig neidisch:-)

      Bietet ihr in Portugal eigentlich auch etwas via Airbnb an?

      Wir würden gerne mehr erfahren, wo und wie ihr dort wohnt.

      Allet jute!

      Ganz liebe Grüße von den wohn-bloggern Sig und Sven

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