Dumpster Homes und Wohnboxen für Obdachlose

Manchmal sitzen wir staunend vor unserem Computer. Wir wundern uns, daß wir bei einer google-Suche unseren eigenen Blog angezeigt bekommen. Irgendwie witzig.

Aber nicht daß du jetzt denkst, wir wären so eitel und googeln uns den ganzen Tag selber.

Nee nee, im aktuellen „Fall“ suchten wir den Typen, der in den USA aus Müllcontainern und Abfallmaterial, Unterkünfte für Obdachlose baut.

Wir haben also die Suchmaschine mit „Müllcontainer“ und „Wohnen“ gefüttert.

…und siehe da, an fünfter Stelle stand dann unser Beitrag vom August 2013.

müllcontainer zu wohnraum umgebaut

Ah, genau Gregory Kloehn ist das, der diese Shelter baut und an Obdachlose in New York verschenkt. Hier gibt es auch bewegtes Bildmaterial darüber —>> LINK

Wie wir da jetzt wieder drauf kommen?

Ganz einfach. Wir haben einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger gelesen, in dem über Sven Lüdecke berichtet wurde, der solche mobilen Wohnboxen in Köln baut und diese dann an Obdachlose verschenkt.

Kann man sich natürlich vorstellen, daß das in unserem „tollen“ Land sofort auf jede Menge Protest stößt.

Klar ist es schwierig geeignete Plätze für diese Boxen zu finden. Auch klar ist, daß du nicht mal eben zig von den Dingern irgendwo vorm Hauptbahnhof parken kannst.

Die Idee ist aber trotzdem super. Handeln ist immer besser, als einfach nur zusehen, wie im schlimmsten Fall jemand im Winter draussen erfriert.

Gerade jetzt, wo wir mit so vielen anderen Dingen, wie z.B. mit der Unterbringung von Flüchtlingen beschäftigt sind, gibt es nicht wirklich eine Lobby für Obdachlose.

Den Obdachlosen könnte man ohne riesigen finanziellen Aufwand Unterkünfte errichten und sich mehr von staatlicher Seite engagieren.

Siehe auch hier:

Tiny House – die Lösung des Wohnungsproblems?

Aber so lange es da nur wenig Engagement gibt, sind solche „Aktionen“, wie die von Sven, eine gute Möglichkeit zu helfen, den ein oder anderen wach zu rütteln und Diskussionen anzuregen.

Okay, wir wissen auch, daß es nicht reicht, einfach ein paar rollende Holzkisten zu bauen und alles wird gut.

Nee, da gehört schon mehr dazu. Betreuung, ärzliche Versorgung, Angebote, Chancen.

Auch wenn viele Obdachlose sich gar nicht helfen lassen wollen, nicht mehr in „vier Wänden“ wohnen können, sollte man die Wohnboxen nicht als naive Spinnerei abtun.

Wir finden so viel Einsatz und Eigeninitiative, wie die von Sven Lüdecke wirklich vorbildlich.

Ach ja, hier noch ein etwas älterer Artikel von Brandeins zum Thema:

„Warum gibt es eigentlich immer noch Obdachlose?“ —>>> LINK

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