Terrassendielen- Welche Alternative zu Holz gibt es?

Das Herzstück unseres Außenbereichs des Hauses ist die Terrasse.

Besser gesagt mehrere Terrassen. Wir haben nämlich verschiedene Eckchen, wo es sich im Sommer gut aushalten lässt. Je nach Wetterlage können wir zwischen den verschiedenen Sitz- und Chill Out Areas, wie man so schön neudeutsch sagt, wählen.

Da wäre zum einen unser bereits mehrfach beschriebener überdachter Freisitz, gerne auch von uns liebevoll als Außenwohnzimmer bezeichnet. Da läßt es sich auch bei Regen und Wind gut aushalten und auch im Herbst können wir bequem noch draussen frühstücken, wenn nicht gerade die Temperaturen im einstelligen Bereich liegen. Dann hätten wir da noch unser dreieckiges Holzdeck. Auf dieses Holzdeck scheint die Sonne auch noch in den Abendstunden, wenn im restlichen Hof und Garten schon überall Schatten ist.

Zu guter Letzt wäre natürlich auch noch unser Holzdeck vor der Sauna zu erwähnen. Da lässt es ich auf unserer Paletten-Lounge auch gut aushalten.

Unsere Holzdecks

Die beiden Holzdecks haben wir selbst gezimmert. Wir haben eine Unterkonstruktion aus Betonplatten und sogenanntem Konstruktionsholz gebaut und darauf die Terrassendielen aus dem Baumarkt geschraubt. Leider hat dieses Holz den Nachteil, daß es mit der Zeit und bei Sonneneinstrahlung langsam aber sicher grau wird. Klar, diese Patina hat ja auch was und so ganz neu und schnieko sollte es bei uns ja auch nicht sein. Aber hin und wieder musst du da eben Hand anlegen, eventuell das Holz mal abschleifen und neu lasieren bzw einölen.

Das müssen wir demnächst auch mal in Angriff nehmen. Alternativ könnte man die Decks allerdings auch mit einem anderen Material bauen.

WPC-Terrassendielen – eine Alternative?

Als wir neulich mal durch den Baumarkt getigert sind, fielen uns die sogenannten WPC-Terrassendielen auf, die mittlerweile häufig genutzt werden, besonders gerne auch im gewerblichen Bereich. Gerade wurde zum Beispiel die Dachterrasse der Klinik in der Sven arbeitet, komplett mit WPC-Dielen bestückt.

WPC-Terrassendielen? Was ist das überhaupt und wofür stehen diese drei Buchstaben eigentlich, wird sich der ein oder andere gerade fragen.

Okay, wir klären mal auf:

WPC ist die Abkürzung für Wood Plastic Composite, was frei übersetzt so viel bedeutet, wie Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Dieser Verbundwerkstoff setzt sich zu 60 Prozent aus Holz und zu 40 Prozent aus Kunststoff und künstlichen Zusätzen zusammen.

Diese WPC Dielen lassen sich genau wie unsere Holzdielen verarbeiten und auf der Unterkonstruktion befestigen. Viele Hersteller solcher Dielen bieten auch Verbindungssysteme und Clips an, die die Montage noch einfacher machen.

Ja, aber welche Terrassendielen soll ich denn jetzt für mein DIY Projekt nehmen?

Wir listen dir hier mal die Vor-und Nachteile der WPC Dielen auf. Dann kannst du dir selber ein Bild machen und entscheiden:

Vorteile: 

  • leichte Montage mit Clips
  • kein splittern oder faulen
  • gut barfuß begehbar
  • robust und witterungsbeständig
  • keine Nachbearbeitung, kein ölen oder lasieren
  • große Farb- und Form-Auswahl
  • hohe Farbbeständigkeit

Nachteile: 

  • können sich bei intensiver Sonneneinstrahlung stark aufheizen
  • kein reines Naturprodukt,
  • Rohstoffverbrauch (kann aber durch Verwendung von recyceltem Kunstoff kompensiert werden)
  • keine Holzmaserung, Astlöcher usw, wie bei reinem Holz

Fazit:

Wir könnten uns durchaus mit diesen WPC-Dielen anfreunden, schon alleine aus dem Grund, daß sie so pflegeleicht und barfuß begehbar sind. Dagegen spricht im ersten Moment die ökologische Komponente, da sie kein reines Naturprodukt sind. Daß diese Dielen aber grundsätzlich schlechter sind als reine Holzdielen, ökologisch und nachhaltig betrachtet, ist nicht zutreffend. Wir haben einen Projektbericht entdeckt, in dem festgestellt wurde, dass die WPC Dielen u. a. durch die lange Lebensdauer, im Bezug auf nachhaltige Kriterien, durchaus mit den Holzdielen mithalten können. Wenn dann noch zur Herstellung, wie oben aufgeführt, Recycling-Kunststoffe verwendet werden, könnten wir uns diese Alternative durchaus für unsere zukünftigen „Bauprojekte“ gut vorstellen.

Wie denkt ihr darüber? Aus welchem Material ist euer Terrassendeck? Lasst mal einen Kommentar da.

 

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