#reMIND Workshop – ein Rückblick

Moin! Wir sind wieder aufgetaucht aus dem Jungbrunnen in Hamburg, in den wir am Freitag vorletzter Woche gefallen waren.

Für uns war nämlich der re:MIND Workshop von OTTO und re:BLOG ein solcher.

Warum? Naja, weil wir uns nach diesem Tag, mit all den jungen Bloggern aus dem Nachhaltigkeitsbereich, all den interessanten Speakern und all dem leckeren healthy food, um Jahre jünger und voll „frisch“ gefühlt haben.

Musik von Mogli

Musik Mogli

Gut, der Kopf hat am Ende des Tages aufgrund des vielen Inputs dann schon ein wenig „geraucht“, aber zum Glück hat Mogli uns mit ihrer Musik ganz schnell wieder in den Chill Modus gebracht.

Wir hatten sofort wieder diese fantastischen Landschaftsbilder des Films „Expedition Happiness“ vor Augen, als sie sang.

Mogli „spielte“ in dieser Kino-Doku neben ihrem Freund und Hund Rudi, die weibliche Hauptrolle und hat natürlich auch die Filmmusik dazu geschrieben und gesungen.

Die drei waren mit einem umgebauten Ami-Schulbus auf einem Road Trip quer durch die USA, Kanada und Mexiko unterwegs.

Solltest du dir unbedingt mal anschauen, wenn nicht schon geschehen.

Hier mal ein Trailer:

#reMIND Workshop – was abging

#remind Workshop

Okay, genug geträumt und geschwärmt, wir müssen dir ja noch erzählen, was auf dem #reMIND Workshop sonst noch so los war und was es damit auf sich hatte.

Bei dem re:MIND Workshop ging es darum, Anstöße und Impulse für ein nachhaltigeres Leben und Miteinander zu geben, die zum Nachdenken anregen sollen und die jeder für sich ganz persönlich und individuell umsetzen kann. Für mehr Bewusstsein und ein offenes Mindset, war die Devise.

Um ein kurzes Zwischenfazit zu geben: Bei uns hat das geklappt. Wir haben Vieles „mitgenommen“.

Jetzt aber endlich zum Progamm an diesem Tag.

Lasst uns meditieren

Meditieren Laura Seiler

Genauso chillig und entspannt wie zum Ende der Veranstaltung mit Musik von Mogli, ging es am Anfang zu.

Wir haben nämlich gemeinsam mit Laura Seiler meditiert. Erstaunlich, wie still es plötzlich wurde.

Learnings: Keine schlechte Idee, so eine quirlige, quicklebendige „Meute“ auf diese Weise runterzufahren.

Alastaire über kleine und große Abenteuer

Alastaire Humphreys

Nachdem wir dann alle erfrischt, motiviert und zuhörbereit waren, lauschten wir den Worten von Alastaire Humphreys. Er berichtete über seine großen Abenteuer in der Welt, von seinen Fahrradtouren und Erlebnissen.

Mittlerweile ist Alastaire zu der Erkenntnis gekommen ist, daß Microabenteuer, die direkt vor der Haustür, ohne lange Anreise, ohne ein großes Budget bzw ganz ohne Kohle, realisiert werden können, genauso viel Spaß machen und nachhaltiger sind, als ein Trip ans andere Ende der Welt.

Learnings: Kleine Abenteuer, wie zum Beispiel einfach mal eine Nacht im Freien schlafen, in einen Fluß springen, die Gegend um eine Stadtautobahn zu erwandern und zu entdecken, bringt genauso viel Spaß, wie Fernreise-Abenteuer.

Alastaire hat uns den Kick gegeben, noch mehr solcher Mini-Abenteuer erleben zu wollen, obwohl wir das schon ganz gut praktizieren. Wir entdecken, wenn es die Zeit erlaubt, unsere direkte Umgebung durch Wanderungen neu, sind mit unserem aufblasbaren Kajak auf unserem Heimatfluß Lahn unterwegs und fühlen uns da manchmal, wie so eine Mischung aus Winnetou und Indiana Jones. Ganz früh morgens, ohne einer anderen Menschenseele zu begegnen, einen Fluß entlang zu paddeln: Unbezahlbar.

…und für die etwas größeren Abenteuer haben wir uns jetzt noch einen Camper-Van zugelegt, quasi als „Fluchtfahrzeug“ aus dem Alltag.

Nur auf die Umrundung der Frankfurter Stadtautobahn per pedes können wir ganz gut verzichten. 😀

Corporate Responsibility bei OTTO

Von ihren großen und kleinen Abenteuern im Berufsalltag erzählten dann Anja, Maren, Anja und Ben und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Die Vier sind Teil des Corporate Responsibility Teams bei OTTO und täglich damit beschäftigt, die OTTO-Welt ein Stück weit nachhaltiger zu machen. Sowohl bei internen Abläufen, als auch bei der Rohstoffbeschaffung.

Näheres aus dem CR Bereich bei OTTO findest du hier.

Learnings: Es ist gar nicht so einfach, in einem großen Unternehmen wie OTTO, mal eben schnell etwas zu verändern und zum Beispiel Plastik als Verpackungsmaterial für den Warenversand zu ersetzen.

Es sind Zwischenschritte nötig, man benötigt Zeit, da viele Rädchen und Abteilungen ineinandergreifen.

Fakt ist, OTTO hat schon viel erreicht und arbeitet jeden Tag daran, das Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit weiter voranzubringen. Viele Infos dazu findest du natürlich auch auf re:BLOG , dem Nachhaltigkeits-Blog von OTTO, für den wir auch regelmäßig Artikel „liefern“.

Nachhaltigkeit bei Trigema

Trigema

Nächster Punkt auf der Agenda war der Vortrag von Bonita Grupp von Trigema, die über das Thema „Nachhaltigkeit fängt in der Unternehmerfamilie an“, referierte.

Learnings: Unternehmer sollten nicht nur den schnellen Profit sehen, sondern langfristig und innovativ denken und handeln. Wir finden, Trigema tut das. Das läßt sich an den vielen jahrzehntelang im Unternehmen tätigen Mitarbeitern, der Produktion in Deutschland, den nachhaltigen Produkten und an vielen weiteren Dingen, wie zum Beispiel Ausbildungsplatz-Garantie für Kinder von Mitarbeitern etc. festmachen.

Vom Geldverweigerer zum Unternehmer

SirPlus Raphael Fellmer

Nach einem Telefon-Interview mit Benny Adrian von Viva con Aqua erzählte uns Raphael Fellmer, wie er vom Mülltaucher zum Social Entrepreneur wurde.

Raphael lebte viele Jahre ohne Geld, hat darüber ein Buch geschrieben und wurde damals durch die komplette Medienlandschaft „gereicht“, wie er sagte.

Durch seine jetzige Frau und die Geburt seiner Kinder wurde aus dem Hardcore-Geldverweigerer ein Gründer.

Sein Unternehmen „SirPlus“ rettet überschüssige Lebensmittel, die in Berlins erstem Food Outlet Laden verkauft werden. Demnächst kannst du dir gerettete Lebensmittel in Retterboxen nach Hause schicken lassen.

Ziel ist es, „Lebensmittel retten“ zum Mainstream zu machen, weitere Läden zu eröffnen, am liebsten europaweit und somit den riesigen Berg an verschwendeten Lebensmittel abzubauen.

Learnings: Für uns unfaßbar, daß wir in Europa die Hälfte aller Lebensmittel verschwenden. Wenn wir drüber nachdenken, daß alleine in Deutschland pro Minute ein LKW-Ladung mit Lebensmitteln vernichtet wird, wird uns irgendwie ganz anders.

Solche Zahlen sollten jeden Tag durch die Medien gehen, um noch mehr Bewusstsein zu schaffen. Wir werden durch solche Vorträge immer wieder neu motiviert, unser Einkaufsverhalten zu überdenken und nachhaltiger zu handeln.

Vegan ist nicht gleich Bio

Sophia Hoffmann Veganes Kochbuch

Die Kochbuchautorin, Food Consultant, Köchin, Bloggerin,… und ex DJane Sophia Hoffmann war die letzte Speakerin des re:MIND Workshops. Sie erzählte davon, wie sinnlich veganes Leben und wie köstlich veganes Essen doch sein kann.

Jaaa, von dem köstlichen veganen Essen konnten wir uns an diesem Tag überzeugen. Ob zu Anfang mit kleinen Snacks und lecker Süppchen, über Kuchen bis hin zum Buffet am Abend.

 

Learnings: Vegan ist lecker, aber nicht automatisch gesund, nachhaltig oder bio.

Nach den interessanten Vorträgen und dem massigen Input des Tages, haben wir uns dann erst mal mit einem Bier bzw. lecker Weinchen entspannt, Moglis Musik gelauscht und den Abend im 25 Hours ausklingen lassen.

Fazit: Es war inspirierend, so viele Menschen zu treffen, die alle für ein und dasselbe Thema brennen, die mit ihren Social Media Kanälen, ihren Blogs, Podcasts und viel Herzblut dazu beitragen, andere mit dem Thema „anzustecken“ und die Welt ein wenig nachhaltiger zu gestalten.

Wer nachlesen möchte, was bei uns der Auslöser war, sich intensiver mit dem Nachhaltigkeits-Ding zu beschäftigen, kann das gerne hier tun.

Schließen möchten wir den doch etwas länger gewordenen Artikel mit einem Zitat von Goethe, das, wie wir finden, gut zu dem #reMIND Workshop passt:

Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.

💚 Bis demnächst mal wieder, ihr sustainability-influencer, ums mal neudeutsch auszudrücken.

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