Dachausbau oder weniger Wohnraum? Wie wollen wir zukünftig wohnen?

Der Nachbar von uns hat neulich sein komplettes Hausdach runderneuert, um unter dem Dach Wohnraum zu schaffen.

Er hat das volle Programm „geordert“, will sagen, Gebälk neu, Lattung neu, Ziegel neu, Dachfenster eingebaut, Giebelwände mit Schiefer verkleidet usw.

Die ganze Runderneuerung hat schon eine ganze Weile gedauert und auch eine Stange Geld gekostet.

Auch wir haben ja schon mehrfach drüber nachgedacht unseren Dachboden auszubauen.

So ein kleines Loft mit großen Dachfenstern als Arbeits- oder Schlafzimmer wäre bestimmt nicht schlecht, allerdings scheuen wir uns ein wenig vor der Arbeit und vor den Kosten.

Vieles kann man ja selber machen, aber für die Hauptarbeiten benötigst du immer eine Dachdeckerfirma.

Klar, Dachfenster einbauen, Dämmung und solche Geschichten würden wir uns durchaus zutrauen, zumal es dafür gute Anleitungen und Videos im Netz gibt.

Die grundsätzliche Frage vor einem Ausbau ist ja, ob man den neu gewonnenen Platz wirklich unbedingt benötigt. Du hast dann wieder mehr Streß mit der Putzerei etc., mußt den neu geschaffenen Wohnraum heizen und in Schuss halten.

Erkenntnis: Bevor du dir Gedanken über einen Anbau, Dachausbau machst, solltest du wirklich alle Vor- und Nachteile gut abwägen und dann erst entscheiden.

Wir sind mittlerweile so weit, daß wir den Ausbau auf Eis gelegt haben, weil wir den Wohnraum eher nicht benötigen. Überhaupt denken wir nach, ob es für zwei Persönchen überhaupt ein ganzes Haus sein muß.

Vielleicht sollten wir uns irgendwann verkleinern, das Haus verkaufen, ein Microhaus kaufen, um eine Homebase zu haben und öfter mit dem Camper auf Tour gehen.

Ein Tiny House wäre uns aktuell zu klein, ein wenig mehr Platz wäre schon super. Ein Haus in Modulbauweise wäre ideal für uns. Vielleicht könnten wir uns auch hinreißen lassen, ein Containerhaus zu bauen, am liebsten in einer L- oder U-Form. Da gibt es so tolle Möglichkeiten.

Wir werden sehen, was die Zeit so bringt, jedenfalls können wir sagen, daß sich die Bedürfnisse bzgl. Wohnraum und Haus im Laufe der Zeit ändern bzw. geändert haben, bei uns jedenfalls.

Vor 10 Jahren, als wir das Haus gekauft haben, hätten wir uns nichts anderes vorstellen können, mittlerweile sind wir so weit, daß wir über Alternativen nachdenken. Ob und wann diese Alternativen realisiert werden, steht noch in den Sternen.

Aber in den nächsten Jahren wird es wohl in die Richtung einer kleineren Behausung gehen.

…nur eins ist klar. Auf eine Mietwohnung haben wir definitiv keinen Bock mehr.

Wie sind eure Wohnpläne?  Wie wohnt ihr aktuell und wie würdet ihr gerne wohnen? Interessiert uns echt. Schreibt es einfach in die Kommentare.

2 Kommentare

  1. Wir/ Ich haben alle möglichen Wohnformen ausprobiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Wohnform vom aktuellen Lebensentwurf abhängig und damit wandelbar ist.Wir/ Ich haben uns von einem Einzimmerappartement über WG und Wohnung bis ins zweite, große, eigene Haus durchgewohnt, ich bin mir jedoch sicher in einigen Jahren auch wieder reduzierter zu wohnen, sobald die Kinder das Haus verlassen. Wir werden sehen, was die Zeit uns bringt.

  2. Ich find Tiny Houses super spannend aber hätte echt Angst, dass es einem dann irgendwann wirklich zu eng wird und man sich gegenseitig total auf die Nerven geht. Minimalistisch ist super aber da gibts ja bekanntlich auch immer Grenzen 😉

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