Ratgeber über Boxspringbetten – qualitativer Luxus im Schlafzimmer

Händler von Boxspringbetten versprechen Verbrauchern maximalen Komfort. Leider können nicht alle Angebote das halten, was sie versprechen. Wir klären über Aufbau und Vor- sowie Nachteile des Schlafsystems auf.

Allgemeines zum Aufbau
Um zu verstehen, was ein Boxspringbett überhaupt ist, haben wir uns die Komponenten ein bisschen genauer angeschaut:

1. Der Topper für optimierte Klimaregulierung
Ganz oben auf dem Schlafsystem wird der sogenannte Topper platziert, eine Auflage mit wenigen Zentimetern Stärke. Luftdurchlässige, hautsympathische und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften begünstigen ein optimales Schlafklima. „Als Material wird häufig Schurwolle gewählt, auch Rosshaar, Kaltschaum, Visko-Material oder Latex kommen in Frage“, erklärt das virtuelle Einrichtungshaus Möbel-Eins, wo du Boxspringbetten online aussuchen und bestellen kannst. Der deutsche Möbel-Fachhandel präsentiert Betten in diversen Größen und hat zentrale Produkteigenschaften zusammengefasst, die beim Kauf überprüft werden sollten. Auch ein abnehmbarer Bezug des Toppers wird als Qualitätsindikator genannt. Die Maschinenwäsche bei 60 °C garantiert hygienische Bedingungen. Für maximalen Schlafkomfort ist beim Topper unter anderem klimaregulierender Kaltschaum ratsam, der sich der individuellen Körperform perfekt anpasst.

2. Matratze – Anpassungsfähigkeit elementar
Direkt darunter befindet sich die Obermatratze. Hier ist die Auswahl, je nach Angebot, gleichermaßen groß wie bei jedem anderen Bett. Wer sich auch bei diesem Element für Federkern entscheidet, sollte zu einem Modell mit Tonnentaschenfederkern greifen. Hier reihen sich die Federn wie kleine Tonnen nebeneinander und sind gewölbt, um maximale Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten. Im Vergleich zu Bonnell- und Taschenfederkern bringt diese Alternative die beste Punktelastizität mit sich. Auch Kaltschaum oder Latex sind als Matratzenmaterial denkbar. Generell entscheidend ist, dass die Matratze eine gesunde Körperhaltung erlaubt. Heißt beispielsweise bei Seitenschläfern, dass Becken und Schultern soweit einsinken, dass die Wirbelsäule eine Gerade ergibt.

Welcher Härtegrad sinnvoll ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Darunter Schlafgewohnheiten, Körpergewicht, Größe und gesundheitlicher Zustand. Da Härtegrade nicht genormt sind, darf man sich als Verbraucher nicht auf einheitliche Bedingungen verlassen. Die gibt es nicht. Ein Härtegrad 2 bei Hersteller A kann sich bei Matratzen von Hersteller B trotz „identischem“ Härtegrad völlig anders anfühlen. „Grundsätzlich raten Rückenexperten aber eher zur etwas härteren Variante der Matratze. Denn auf einer zu weichen Matratze sinkt der Schläfer ein und kann sich nicht mehr ausreichend bewegen“, erklärt der Bayerische Rundfunk online in einem Ratgeber zum Thema Gesunder Rücken.

3. Untergestell mit unterstützender Funktion
Das Unterteil des Schlafsystems wird als Boxspring, Federkernbox oder Untermatratze bezeichnet und befindet sich bei hochwertigen Möbeln in einem Massivholzrahmen. Das Untergestell ist ein Federkern, in der Regel Taschen- oder Bonnell-Federkern. Wer die Wahl hat, entscheidet sich für Taschenfederkern, weil sie weniger nachschwingen und nur sie die gewünschte Punktelastizität aufweisen. Der Boxspring sorgt für Stabilität, die verarbeiteten Federn fördern den Feuchtigkeitstransport.

Die Vorteile von Boxspringbetten
Der dreiteilige Aufbau steigert die Stützkraft, trägt zu einer optimalen Feuchtigkeitsregulierung bei und entlastet den Körper effektiv. Das Schlafsystem ist von einer guten Belüftung geprägt und die Langlebigkeit kann sich bei Verwendung robuster sowie erstklassiger Komponenten sehen lassen.

Weitere Vorzüge:

  • Komforthöhe: Boxspringbetten sind im Vergleich zu vielen gewöhnlichen Betten deutlich höher, wodurch das Ein- und Aussteigen bequemer wird. Die Komforthöhe beginnt bei 45 Zentimeter.
  • Individualität: Dank mehrteiligem System kannst du selbst entscheiden, welche Materialien und Qualitäten verwendet werden. Auch motorisierte Betten werden verkauft, um beispielsweise das Kopfteil zum Lesen anzuheben oder die Beine höher zu lagern.
  • Schlafqualität: Sie steigt mit dem hohen Liegekomfort, der von der zweifachen Stützkraft durch Boxspring und Obermatratze ausgeht.
  • Matratze: Da kein Lattenrost platziert wird und stattdessen mehrere Schichten, halten die Federn in Federkernmatratzen länger.
  • Design: Nicht zuletzt entscheidet auch die Optik darüber, ob wir uns in einem Bett wohlfühlen. Boxspringbetten sind für gewöhnlich mit textilem Material oder Leder bezogen, was den Möbeln einen sehr wohnlichen und einladenden Charme verleiht.

Nachteile: schwer und sperrig
Als nachteilig lässt sich das teilweise hohe Gewicht nennen, das dem Aufbau zuschulden ist. Ein Doppelbett mit 200 x 200 Zentimeter aus Massivholz kann 300 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Das Gewicht ist aber gleichzeitig mit der positiven Auswirkung von zusätzlich Stabilität verbunden. Diese massiven Möbel verrutschen nicht und wirken stets solide. Das teilweise kompakte Design ist Geschmackssache.

Reinigungstipp
Praktisch sind Boxspringbetten mit einem gewissen Abstand zum Boden, um darunter staubsaugen und feucht wischen zu können. Das klappt nicht bei allen Ausführungen problemlos. Nachmessen ist empfehlenswert, das Augenmaß täuscht.

Denk an das Schlafkissen!

Abschließend möchten wir auf folgenden Kissen-Check hinweisen, der dir hilft, das Schlafsystem gekonnt abzurunden. Weil Kissen enormen Einfluss auf die Nackenmuskulatur haben, solltest du auch dieser Anschaffung maximale Aufmerksamkeit schenken.

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Video-Link: https://youtube.com/watch?v=a1LJA9LiIjc

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Bilder: ErikaWittlieb (Foto 1+2); pixabay.com

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