Wie man mit einem Druckluftkompressor lackiert

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Das Lackieren mit einem Druckluftkompressor ist nicht nur bedeutend schneller, als das Arbeiten mit einer elektrischen Lackierpistole, darüber hinaus spart es Dir einiges an Geld ein und es belastet die Umwelt weniger. Bevor Du Dich jedoch für einen entsprechenden Druckluftkompressor entscheidest, sollten einige Anforderungen an das Gerät gestellt werden, die für ein effizientes Arbeiten notwendig sind.

Um optimale Ergebnisse erzielen zu können, sollte der Kompressor mindestens 4 bar aufweisen und eine Abgabeleistung von mindestens 150 Liter pro Minute besitzen. Ein Fassungsvermögen von 50 Liter ist ideal, wobei je nach Bedarf 24 Liter ebenfalls ausreichen können. Ein Manometer, welches den Druck anzeigt und ein Reduzierventil, mit dem der Druck geregelt wird, ist Grundausstattung und daher an allen Geräten vorzufinden.

Für ein besonders leises Arbeiten empfiehlt sich die Anschaffung eines Flüsterkompressors. Dieser weist einen geringen Geräuschpegel auf und ist insbesondere für empfindsamere Menschen eine gute Alternative. Wurde der passende Druckluftkompressor zum Lackieren gefunden, könnte folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung nützlich für Dich sein:

1. Auswahl von Farbe und Verdünner: Hinsichtlich der Farben eigenen sich Öl basierende Farben und Lacke sowie Acryl- und Latexfarben am ehesten für das Arbeiten mit einem Druckluftkompressor.

2. Vorbereitung des Arbeitsplatzes und des zu lackierenden Objekts: Eine saubere und aufgeräumte Arbeitsfläche erleichtert Dir die Arbeit. Zudem ist es ratsam, den Boden mit einer Folie auszulegen, um Spritzer oder Farbkleckse zu vermeiden. Das Gleiche gilt für angrenzende Oberflächen bei fixierten Objekten.

3. Arbeitskleidung anziehen: Eine Maske oder ein Atemgerät sowie eine Schutzbrille und Handschuhe sind beim Lackieren Pflicht, um sich vor schädlichen Dämpfen und Partikel zu schützen. 

4. Vorbereitung der Oberfläche zum Lackieren: Das Objekt muss zuvor gereinigt und von altem Metall oder Rost befreit werden. Hierzu wird ein Schleifgerät oder eine Bürste verwendet. Zudem musst Du sicherstellen, dass die Oberfläche trocken ist. 

5. Grundierung: Je nachdem ist eine Grundierung vonnöten. Diese kann ebenfalls  mit dem Druckluftkompressor aufgetragen werden. Das Auftragen mit einem Pinsel oder Roller ist auch denkbar. 

6. Kompressor einschalten: Zum Grundieren wird etwas Druckluft benötigt. Während sich der Druck aufbaut, kannst Du die Farbe vorbereiten. Mithilfe des Drehschalters lässt sich der Druck regulieren und anpassen.

7. Regulierung anpassen: Die Regulierung des Kompressors sollte zwischen 12 und 25 PSI (Pfund pro Quadratinch) liegen. Der genaue Druck ist den Angaben der Betriebsanleitung zu entnehmen. 

8. Befestigung der Kupplung am Sprühkopf: Die Kupplung muss unbedingt fest montiert sein. Um eine gewisse Luftdichte zu garantieren, kannst Du die Enden mit Teflon umwickeln.

9. Farbtank mit Farbverdünner befüllen: Bereits eine kleine Menge ist ausreichend! Weitere Flüssigkeit sorgt dafür, dass der Ansaugschlauch eingetaucht ist und arbeitet.

10. Dosierventil leicht öffnen: Das Dosierventil befindet sich unter der beiden Schrauben über dem Pistolengriff.

11. Ansaugen: Um die Flüssigkeit anzusaugen, solltest Du zunächst kurz durch das Drücken des Auslösers in einen Mülleimer oder in eine Wanne sprühen. Während anfänglich nur Luft aus der Düse kommt, sollte nach einer Weile der Farbverdünner angesaugt werden. 

12. Farbtank mit restlichem Farbverdünner leeren: Ist die Grundierung abgeschlossen und die Lackierung steht bevor, kannst Du die Restflüssigkeit mit einem Trichter zurück in den Originalbehälter füllen. 

13. Lackieren: Beim eigentlichen Lackieren wird zunächst ausreichend Farbe angemischt und dann in die Farbdose des Druckluftkompressors gefüllt. Der Lack sollte nach dem Befüllen ordentlich durchgerührt werden, um Klumpen zu vermeiden.

14. Farbe mit Verdünner verdünnen: Das genaue Verhältnis richtet sich nach der jeweiligen Farbe, dem Sprüher und der Düse. Üblicherweise werden 15 % bis 20 % verdünnt. 

15. Farbtank mit Farbe befüllen: Das Verhältnis sollte in etwa 2/3 betragen. Im Anschluss wird der Farbtank am Sprüher mit Klammer, Haken oder Schraubverschluss befestigt.

16. Sprüher ausreichend von Oberfläche entfernt halten: Ein Abstand von 12,5 cm bis 25 cm ist angemessen. Dabei solltest Du das Auftragen in einer wischenden Bewegung parallel zur Oberfläche ausführen. 

17. Auslöser betätigen und sprühen: Der Sprüher sollte während des Auslösens in Bewegung gehalten werden. Auf diese Weise vermeidest Du Tropfen und Nasen.

18. Schichten überlappen: Das Überlappen einzelner Schichten sorgt dafür, dass hellere Stellen an den ausgedünnten Kanten der Farbe abgedeckt werden.

19. Farbe trocknen lassen: Nach getaner Arbeit musst Du die Farbe trocknen lassen. Je nachdem kann eine weitere Farbschicht nötig sein, um die Farbe haltbarer zu machen.

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