Votronic 1212-30 Ladebooster in den Clever Celebration einbauen

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Die Aufbaubatterien im Camper machen schlapp

Wir haben unseren Camper-Van Martha nun seit gut zwei Jahren.

In dieser Zeit waren wir ca. 35000 Kilometer on the road und können auf mehr als 200 Nächte im Kastenwagen zurückblicken.

Das rollende second home wird also wirklich oft und gerne von uns genutzt.

Stellplatzmässig nehmen wir es, wie es kommt.

Die Range unserer Übernachtungsstätten geht da vom einfachen Waldparkplatz, über den simplen kostenlosen Stellplatz, bis hin zu gut ausgestatteten Stellplätzen und bezahlbaren Campingplätzen.

Am liebsten stehen wir möglichst autark. Besonders wenn es um die Stromversorgung geht, möchten wir nicht unbedingt an einer Stromsäule hängen.

Erstens gibt es oft schöne Plätze, die keine Stromversorgung bieten, zweitens ist es für uns immer lästig, das Kabel für einen Tag auszurollen und am nächsten Morgen wieder auf die Trommel zu wickeln.

Macht keinen Spaß, besonders in der kälteren Jahreszeit.

Deshalb haben wir immer gerne genügend Strom an Bord.

Leider war es jetzt aktuell so, dass die Spannung an unsere beiden AGM Batterien mit je 95 Ah bei Belastung mit Heizung und Kühlschrank recht schnell abfiel und unser Panel Unterspannung anzeigte.

Ein Grund dafür ist, dass wir die Batterien mit dem verbauten CBE Ladegerät in den letzten beiden Jahren wohl nie ganz voll bekommen haben. Das hat den Batterien nicht besonders gut getan.

Bei unserem CBE Ladegerät gibt es keine Einstellung für AGM Batterien. Man kann sie nur zwischen „Gel“ oder „Blei-Nass“ entscheiden.

Bei beiden passen aber die Ladekennlinien und Spannungen nicht optimal zu den AGMs.

Das haben wir bei Auslieferung unserer Martha leider nicht gewusst, sonst hätten wir das direkt mal bemängelt oder uns direkt zu Beginn unserer Kastenwagen-Karriere einen Ladebooster eingebaut.

Natürlich spielt auch das eigene Nutzerverhalten ein Rolle, wenn es um die Haltbarkeit der Bordbatterien geht. Wir sind der Meinung, dass wir unsere beiden 95 AH Akkus aber nicht überstrapaziert haben und nie mehr als 50 Prozent entladen haben.

Wie auch immer, jetzt haben wir endlich einen Batterie zu Batterie Ladebooster oder auch Ladewandler genannt, verbaut, der im Prinzip nix anderes als ein Verbraucher ist.

Dieser Ladewandler sorgt dafür, dass die Lichtmaschine während der Fahrt genügend Strom produziert und die Bordbatterien mit einem konstanten 30 A Ladestrom versorgt. Somit werden diese nach relativer kurzer Fahrzeit wieder richtig voll.

Wenn man sich mit dem Thema Ladebooster beschäftigt, wird schnell klar, dass einige Leute für so ein Teil sind, andere eher dagegen. So nach dem Prinzip 3 Leute fragen, 5 verschieden Meinungen bekommen.

Fakt ist, wir haben den Booster jetzt eingebaut, auch mit dem Hintergrund, dass wir unsere AGMs gegen eine LifePo4 Batterie ersetzen wollen und es ohne Ladebooster zu Rückströmen führen kann. Womit das zusammenhängt, kann euch JayBee in seinem Video viel besser erklären, als wir. Guckt ihr hier:

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Video-Link: https://youtu.be/S6_GejcrhmY

Wir wollen im Folgenden mal kurz erzählen, wie wir den Ladebooster in unseren Clever Celebration Kastenwagen eingebaut haben.

Auch da gibt es unterschiedliche Einbauszenarien in den Foren. Wir haben uns für die in der Votronic Bedienungsanleitung beschriebene „Kombination mit ELB“ entschieden.

Bei dieser Variante wird der Booster zwischen der Starter- und Aufbaubatterie angeschlossen.

Step 1: Landstrom abgeklemmt, Elektrokasten geöffnet und Sicherungen gezogen. Wir haben die 60 Ampere Sicherung kurz vor dem Eingang in den 12 Volt CBE Verteiler und eine weitere 60 A Sicherung direkt an der Starterbatterie gezogen. Die Starterbatterie sitzt übrigens im Fußraum vor dem Fahrersitz, jedenfalls bei unserem Citroen Jumper.

Step 2: CBE 12 Volt Verteilerkasten aufgeschraubt, Rotes Kabel (von Starterbatterie kommend) an B1 abgeklemmt und an „+ in 12 Volt Start“ des Votronic 1212-30 angeschlossen. Neues 10 mm2 Kabel mit Ringkabelschuh an B1 und „+ out 12 Volt Bord“ angeschlossen. Grüngelbes Kabel ( bei uns Zuziehhilfe) von B1 abgeklemmt und direkt an „+ in 12 Volt Start“ des Votronic 1212-30 angeschlossen.

Step 3: 1,5 mm2 mit Flachstecker an „FA5 auf CBE aufgesteckt und mit D+ des Boosters verbunden.

Step 4: Brücke mit 1,5 mm2 von „EBL Start in“ zu „+ in 12 Volt Start“ angeklemmt, damit die Spannungsanzeige für die Starterbatterie im Panel angezeigt wird. Bei manchen neueren CBE Geräten muss man das nicht. Bei uns war es erforderlich.

Step 5: Kabel 10 mm2 mit Ringkabelschuh an GND auf CBE und „Minus-Klemme“ am Ladebooster angeschlossen.

Step 6: Temperaturfühlerkabel (2 Drähte) an TS TS des Boosters und anderes Ende (Kabelschuh) direkt an den Minuspol der Aufbaubatterie angeschlossen.

Step 7: Sicherungen wieder rein, Zündung an und Motor im Leerlauf laufen lassen. Ladebooster startete und zeigte mit der gelben LED an, dass geladen wurde.

Wir haben dann den Votronic 1212-30 seitlich im Elektrokasten angeschraubt.

Im Pösslforum gibt es auch einen guten Beitrag dazu. Guckt ihr hier: LINK

…und noch ein paar Bilder von unserem Einbau:

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